Chinesische Regierung mit neuen Leitlinien für Auslandsexpansion
Mit neuen Leitlinien fordert die chinesische Regierung Anfang September 2026 chinesische Unternehmen in Europa dazu auf, sich konsequent an die geltenden Kartellvorschriften zu halten, keine wettbewerbsverzerrenden Preise oder Rabatte einzusetzen und die lokalen Arbeitsgesetze zu beachten.
China spricht dabei ausdrücklich von einer Win-Win-Situation mit Europa.
„Wir können von China für das Auto von morgen viel lernen. Gleichzeitig kann China von unseren Märkten profitieren. Handel ist immer ein Win-Win-Spiel“, sagt Ferdinand Dudenhöffer vom CAR – Center Automotive Research in Bochum.
Dazu äußert sich Ferdinand Dudenhöffer auch im zweiten Teil des Gesprächs bei CGTN, insbesondere ab Minute 2:00.
Umso bemerkenswerter ist es, dass die chinesische Staatsregierung möglichen Auswüchsen entgegenwirkt, die einem solchen Win-Win-Modell schaden könnten. Das Wort der chinesischen Staatsregierung hat für chinesische Unternehmen eine große Bedeutung.
Auch in Deutschland gibt es mit dem Bundeskartellamt eine Institution, die gegen wettbewerbswidriges Verhalten vorgehen kann. Solche Verfahren dauern jedoch häufig lange und können mit umfangreichen rechtlichen Auseinandersetzungen verbunden sein. In China können klare Vorgaben wichtiger Behörden sehr schnell eine große Wirkung entfalten.
Auch dies kann als Zeichen dafür verstanden werden, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Europa stabil und fair aufgebaut werden soll.
Eine Aussage wie „We need Greenland“ würde in einer solchen Diskussion kaum fallen.
Unsere Politiker sollten das beherzigen.
